Stärkere US-Arbeitsmarktdaten dämpfen die Hoffnungen auf Zinssenkungen der Fed und belasten die globalen Aktienmärkte.
Beschreibung
Die globalen Märkte werden heute hauptsächlich durch eine scharfe Neubewertung der Erwartungen an die Geschwindigkeit, mit der die US-Notenbank die Zinsen senken wird, angetrieben, nachdem ein viel stärker als erwarteter US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht wurde.
Die neuesten Daten zu den US-Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen für Januar zeigten einen Anstieg der Beschäftigung um etwa 130.000, mehr als doppelt so viel wie von Ökonomen prognostiziert, während die Arbeitslosenquote unerwartet auf 4,3 % fiel. Dies bestätigt, dass der US-Arbeitsmarkt robust bleibt und die breitere Wirtschaft weiterhin auf solidem Fundament steht.
Diese Stärke zwingt die Investoren jedoch dazu, ihre Überlegungen dazu, wie schnell und wie aggressiv die Fed die Zinsen senken kann, zu überdenken. Die marktgestützten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinssenkung im Juni fielen von nahezu sicher auf näher an einem Münzwurf, und die Erwartungen für eine Senkung im März sanken auf sehr niedrige Niveaus. Die Anleihemärkte reagierten mit einer Bärenabflachung der Zinskurve, was auf ein verringertes Vertrauen in eine kurzfristige geldpolitische Lockerung hinweist.
Für globale Aktien schafft dies eine Push-Pull-Dynamik: Starke Wirtschaftsdaten sind gut für Unternehmensumsätze und Wachstum, aber die Aussicht auf längere hohe Zinsen drückt auf die Aktienbewertungen, insbesondere in zinssensiblen und wachstumsorientierten Sektoren. Infolgedessen haben Aktienindizes, die zunächst von dem soliden wirtschaftlichen Hintergrund profitierten, Gewinne zurückgegeben, da die Investoren einen langsameren Weg zu günstigeren Kreditkosten einpreisen.
Blickt man in die Zukunft, konzentrieren sich die Märkte nun stark auf die bevorstehenden US-Inflationsdaten, insbesondere den CPI-Bericht am Freitag, der die Erwartungen an die Fed-Politik weiter verschieben könnte. Ein heißer Inflationsdruck würde die Idee verzögerter Zinssenkungen verstärken und könnte die globalen Risikoanlagen weiter belasten, während eine schwächere Lesung teilweise Hoffnungen auf eine frühere Lockerung wiederherstellen könnte.
Insgesamt ist der dominierende Treiber für die globalen Märkte heute die Neubewertung der US-Zinserwartungen nach dem starken Arbeitsbericht, wobei die Investoren gesunde wirtschaftliche Dynamik gegen die Belastung durch potenziell verlängerte straffe Geldpolitik abwägen.