Bankgewinne, Geopolitik und Erwartungen an die Fed setzen einen vorsichtigen Ton für Montag.
Beschreibung
Die globalen Märkte werden am Montag voraussichtlich von drei Hauptthemen geprägt: den Gewinnen großer Banken in Kanada, anhaltenden geopolitischen Spannungen, die die Energiepreise beeinflussen, und sich ändernden Erwartungen an die US-Zinsen nach wichtigen Wirtschaftsdaten.
Zunächst werden die Gewinne der großen Banken in Kanada genau beobachtet, da sie als Barometer für die Gesundheit des Finanzsystems und die Stärke der Verbraucher dienen. Starke Ergebnisse würden auf widerstandsfähige Kreditbedingungen hinweisen und die breitere Risikobereitschaft unterstützen, während schwächere Zahlen Bedenken hinsichtlich der Kreditqualität, der Rentabilität und der Aussichten für den Finanzsektor im Allgemeinen aufwerfen könnten. Da Banken im Zentrum der Wirtschaft stehen, können ihre Gewinne die Stimmung an den globalen Aktienmärkten beeinflussen, nicht nur in Kanada.
Zweitens halten geopolitische Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Iran und der weiteren Region Naher Osten, die Investoren in Atem. Diese Spannungen haben dazu beigetragen, die Ölpreise kürzlich um etwa 12 % zu erhöhen, was die Überperformance des Energiesektors unterstützt. Höhere Ölpreise können die Gewinne von Energieunternehmen und verwandte Aktienindizes steigern, werfen jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Inputkosten, der Inflation und des Drucks auf Verbraucher und Unternehmen weltweit auf. Diese Mischung aus Unterstützung für Energiewerte und Sorgen über eine breitere wirtschaftliche Belastung trägt zu einem vorsichtigen Ton an den globalen Märkten bei.
Drittens verdauen die Märkte weiterhin die US-Wirtschaftsdaten dieser Woche, einschließlich des BIP für das vierte Quartal und der Kern-PCE-Inflation, die wichtige Faktoren für die Zinspolitik der Federal Reserve sind. Die Daten haben die Vorstellung verstärkt, dass die US-Zinsen länger hoch bleiben könnten als zuvor erwartet. Diese Aussicht hat bereits auf US- und europäische Aktien gedrückt und fördert eine Rotation weg von wachstumsstarken Technologiewerten hin zu defensiveren und zyklischen Bereichen wie Industrie, defensiven Verbrauchernamen und Energie. Mit Volatilitätsmessungen wie dem VIX, der nahe 20 bleibt, preisen die Investoren anhaltende Unsicherheit auf kurze Sicht ein, während sie neu bewerten, wie lange die strengen finanziellen Bedingungen anhalten werden.
Insgesamt werden die Bankgewinne, geopolitisch bedingte Bewegungen im Öl und sich entwickelnde Fed-Erwartungen voraussichtlich einen vorsichtigen, aber aktiven Handelsrahmen für die globalen Märkte am Montag setzen.